Yume  Hanusch                          Pianistin & Ärztin

                                                                                                                                    "Music is the medicine of the mind. "

 

Klassik junior

Große Musik für kleine Ohren ! ____________________________________________________________________

Unter der Leitung von Yume Hanusch bietet das Ensemble "Klassik junior" seit 2010 jedes Jahr ein klassisches Konzert-Projekt für Kinder (geeignet von ca. 4-12 Jahren) an.

Es handelt sich hierbei um eine interaktive "Konzertstunde" für interessierte Familien, Kindergärten und Schulen (Klasse 1 - 5). Anhand einer Geschichte mit Bildprojektion auf Leinwand wird jeweils ein bedeutendes Werk der klassischen Musikliteratur für Kinder anschaulich erzählt und durch professionelle Musiker live aufgeführt. 

Das Gesamtkonzept, vom Verfassen der Geschichte bis zur Transkription der Orchesterstücke für Kammerensemble, liegt in der Hand von Yume Hanusch.

Dabei arbeitet sie eng mit Katja Lichtenauer zusammen, die als freiberufliche Illustratorin die Aquarellbilder zu den Produktionen gestaltet.

Aktuell bieten wir unsere neue Produktion "Der Feuervogel" an (s. Flyer unten)  - interessierte Pädagogen, Leiter von Musikschulen, Grundschulen oder Kindertagesstätten können sich gerne per Mail um eine Teilnahme bewerben.

Die nächsten Vorstellungen sind im Februar 2018 in Rosenheim und Bad Aibling, sowie dann wieder im Oktober 2018 in Edling geplant.


+++  FAMILIENKONZERT "DER FEUERVOGEL" +++

am Sonntag, 4. Februar 2018 in Rosenheim





Hier finden Sie Presseberichte über unser aktuelles Projekt "Der Feuervogel":

https://www.ovb-heimatzeitungen.de/wasserburg/2017/10/26/der-feuervogel-begeisterte.ovb

https://www.wasserburger-stimme.de/schlagzeilen/wenn-klassik-die-kinder-traeumen-laesst/2017/10/25/


Hier finden Sie einen Beitrag des Bayerischen Rundfunks über unser Projekt "Carmen":

-> ARD-Mediathek: BR-Klassik / "Klassik aktuell - Allegro" vom 25.10.2016

-> ausführlicher Artikel auf der "Wasserburger Stimme" vom 26.10.2016


Radio- und Fernsehbeiträge zu früheren Projekten:

-> ARD-Mediathek: BR Klassik / "Klassik aktuell - Allegro" vom 27.10.2015

-> RFO-Mediathek: TV-Bericht im Regionalfernsehen Rosenheim vom 24.2.2016



In dieser Form fanden bereits folgende Kinderkonzerte statt:

Robert Schumann:  Kinderszenen (2010)

Antonio Vivaldi:   Die Vier Jahreszeiten (2011)

Camille Saint-Saëns:  Der Karneval der Tiere (2012)

Modest Mussorgsky:  Bilder einer Ausstellung (2013)

Peter Tschaikowsky:  Der Nussknacker (2014)

Edvard Grieg:  Peer Gynt (2015)


Pressestimmen

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nmz  -  neue musikzeitung 3/2017

Carmen muss nicht sterben

Ensemble „Klassik Junior“ präsentiert Bizets Oper mit kindgerechter Story

Konzerte für Kinder boomen; die jüngste Generation soll an klassische Musik herangeführt, ja mit ihr vertraut gemacht werden. Es muß ja nicht immer und ewig nur Pop sein. Dass Klassik auch für Kids von heute nicht uncool ist, bewies die begeisterte Resonanz des jungen Publikums auf die bestens getimten und höchst professionell musizierten Aufführungen einer konzertanten „Carmen“ in Rosenheim, Wasserburg und Bad Aibling.

Natürlich ist die Heldin hier keine Femme fatale, sie hat weder mit Zigaretten noch mit eifersüchtigen Machos was am Hut. Yume Hanusch, ein Allroundgenie, sitzt nicht nur am Klavier; sie hat Bizets Musik für ihr orchestral klingendes Kammerensemble arrangiert und den Plot auf reizvolle Weise in eine für Junioren fass- und genießbare Richtung gelenkt:

Die elfjährige Carmen wohnt mit ihren Eltern in einem kleinen Dorf. Sie lebt umgeben von vielen Tieren, aber Amigo ist ihr absoluter Liebling. Einst ein verlassenes Kälbchen, wurde er von Carmen liebevoll mit der Milchflasche aufgepäppelt und hat sich schließlich zum prächtigen spanischen Stier ausgewachsen. Im Gegensatz zu seinen aggressiven Genossen ist Amigo lammfromm und hört brav und folgsam auf seine kleine Herrin. Zudem ist er gelehrig und fungiert als Partner für das tanzlustige Mädchen. Das heitere ländliche Idyll wird durch finstere Geschäftemacher brutal gestört: Amigo wird entführt, auch zwei Stiere des einst gefeierten Toreros Escamillo, und nun machen sich Escamillo, Carmen und ihr Freund José auf, um die Halunken auch ohne die lasche Polizei dingfest zu machen. Ende gut, alles gut!

Für Spaß und gute Laune (und für das hohe Niveau!) sorgen als „Ensemble Klassik Junior“ neben Yume Hanusch die Flötistin Alice Guinet, die Geigerin Marija Hackl, die Cellistin Birgit Saßmannshaus sowie Christine Krebs mit Percussion und Gitarre, allesamt im TKV beheimatet. Für das Gelingen des Gesamtkunstwerks ist natürlich auch der Erzähler Max Dietrich zuständig, der mit der idealen Stimme eines Märchenonkels Andalusien malt, die spanische Nacht beschwört und den Kindern das Gruseln lehrt, wenn’s spannend und unheimlich wird!

Die fröhlichen, buntfarbigen auf große Leinwand projizierten Bilder der Illustratorin Katja Lichtenauer perfektionieren den suggestiven Gesamteindruck einer rundum geglückten Produktion.

BR-Klassik war im Publikum und zeigte sich begeistert. Ebenso wie die 4200 Schulkinder in Rosenheim und Landkreis, welche die Aufführungen in dieser Saison erleben durften.

Jedes Jahr knöpft sich Yume Hanusch ein neues klassisches Highlight vor, das dann auch in einem schön ausgestatteten Bilderbuch mit CD zu weiterem lustvollen Gebrauch vorliegt.

© nmz / Walther Prokop



OVB - Wasserburger Zeitung, 9.11.2016

"Klassik junior" im Edlinger Krippnerhaus - ein musikalisches Abenteuer

Erfolg auf der ganzen Linie: Über 2100 Kinder kamen ins Krippnerhaus.                                        

Über 2100 Kinder erlebten in 15 Vorstellungen im Edlinger Krippnerhaus unter dem Motto: „Klassik Junior“ George Bizets erfolgreichste Oper „Carmen“ in einer neuen Fassung von Yume Hanusch und waren restlos begeistert.

Edling – „Tolle Musik“, „spannend und lustig“, „super“ oder wie es zwei Buben auf den Punkt brachten: „Des war fei richtig schön“. Doch nicht nur das junge Publikum war begeistert. „Erstaunlich, was die fünf hochkarätigen Musiker auf die Bühne gebracht haben“, fand eine Lehrerin der Grundschule Griesstätt. Die Aufführung sei sehr kurzweilig und nicht überfrachtet gewesen und die Kinder seien wunderbar in die Handlung eingebunden worden.

„Es ist schade, dass Kinder die tolle Musik aus Carmen normalerweise nicht vorgeführt bekommen“  (Yume Hanusch)

Die jungen Zuhörer empfanden es wohl genauso. Gespannt und aufmerksam lauschten sie der Geschichte von Carmen und ihrem geliebten Stier Amigo. Fasziniert tauchten sie in das spannende Abenteuer des kleinen spanischen Mädchens und ihrer Freunde ein und fieberten bis zum Schluss gebannt mit. Passend zur Geschichte untermalten aussagekräftige, bunte und kindgerecht gestaltete Aquarellbilder von Katja Lichtenauer und bewegte Elemente die bekannten Melodien von George Bizet, der in diesen Tagen seinen 178. Geburtstag gefeiert hätte. Erzähler Max Dietrich spannte den roten Faden durch die Handlung und nahm die jungen Zuhörer mit in den Süden Spaniens, in das ferne Sevilla. Die Kinder durften bei der liebevollen und musikalisch hochwertigen Aufführung nicht nur zuhören, ganz im Gegenteil: Sie waren aufgefordert, mitzumachen. Mit Klatschen und Schnipsen spielten sie bei der berühmten „Habanera“ Schlagzeug am eigenen Körper und bekamen dabei ein gutes Gefühl für die eingängige Musik und ihren Rhythmus. Auch beim „Torero-Lied“ wurde fleißig mitgeklatscht.

Mit der von Kritikern seinerzeit als „skandalös“ empfundenen Oper „Carmen“ haben sich die Profimusiker um Initiatorin, Autorin und Musikerin Yume Hanusch heuer wieder einmal einen Volltreffer gelandet. Obwohl sie sich an einen Opernklassiker herangewagt haben, bei dem man zuerst einmal nicht gleich an Klassik Junior denkt. „Es ist schade, dass Kinder die tolle Musik aus Carmen normalerweise nicht vorgeführt bekommen“, sagt Yume Hanusch. Problem sei die Originalhandlung, die Kindern nicht leicht zu erklären sei. Um das zu ändern, hat die studierte Pianistin und Ärztin eine komplett neue und für Kinder geeignete Geschichte geschrieben und in die bestehende und inhaltlich nicht geänderte Melodienabfolge eingebettet. So haben die Protagonisten nichts mit der ursprünglichen Handlung zu tun, fügen sich aber stimmig ein.

Im Krippnerhaus drehte sich das kurzweilige Geschehen deshalb um ein kleines Mädchen und ihren Stier, der entführt wurde und für den Stierkampf verkauft werden sollte. Doch Carmen, die später einmal eine berühmte Flamencotänzerin werden will, gibt nicht auf. Gemeinsam mit ihrem Freund José macht sich auf die Suche nach ihrem Stier. In Sevilla findet sie ihren Amigo wieder und es kommt zu einer wilden Verfolgungsjagd mit den Räubern.

Klar, dass das Publikum die Stiere und auch Carmen und Jose kräftig und passend zum Rhythmus anfeuert. „Lauf Carmen, lauf Jose, olé, olé, olé…“, tobte der Saal. Bei so viel Unterstützung wurden die Diebe am Ende natürlich gefasst und zum großen Vergnügen der Kinder dann von der Polizei auf der Bühne abgeführt. Beim feierlichen Marsch „Auf in den Kampf Torero“ nahm alles ein gutes Ende und mündete schließlich in einem tosenden Schlussapplaus.

„Die Musik arbeitet für sich selbst“ sagt Yume Hanusch. Für sie ist es eine Herzensangelegenheit, Kinder für klassische Musik zu begeistern und möglichst den elitären Anspruch herauszunehmen. Unabhängig von den Interessen der Eltern will sie den Kindern im Klassenverband den Kontakt zur Klassik ganz ungezwungen ermöglichen. Die Grundidee dazu entstand vor rund sechs Jahren. Damals inszenierte sie mit Klavier, Bild und Text Schumanns Kinderszenen. Der Erfolg wurde zur Motivation und seither finden jedes Jahr „Klassik Junior“- Veranstaltungen im Krippnerhaus statt.

Seit gut zwei Jahren gibt es das großartig besetzte Ensemble mit fünf leidenschaftlichen Musikern – Alice Guinet (Querflöte), Marija Hackl (Violine), Birgit Saßmannshaus (Violoncello), Christine Krebs (Percussion) und Yume Hanusch (Klavier) – plus der Malerin Katja Lichtenauer, die in ihrer Aufgabe aufgehen.

Rund ein dreiviertel Jahr dauerten die Vorbereitungen für Carmen und mit drei Vorstellungen pro Vormittag gaben die Musiker ihr Bestes. Die Musik sei etwas Unmittelbares, könne Gefühle ausdrücken und wiederspiegeln. Das sehe man an den Kindern, „die gehen richtig schön mit“, freute sich Hanusch. Das sei Lohn und Ansporn zugleich.                      © OVB / Auer


OVB - Wasserburger Zeitung, 29.10.2015

Große Musik für kleine Ohren

Sanfte Klaviermelodien, unbeschwerte Flötenklänge, die melancholischen Töne von Violine und Violoncello und rhythmische Percussion - wie unterschiedlich klassische Musik klingen kann, zeigt das neue Klassik-Junior Konzert "Peer Gynt". In der von Yume Hanusch eigens entwickelten Fassung werden die Kinder anhand einer spannenden Geschichte durch ein imposantes Konzert geführt, ganz nach dem Motto: "Große Musik für kleine Ohren".

Nach Robert Schumann, Antonio Vivaldi, Camille Saint-Saëns, Modest Mussorgsky und Peter Tschaikowsky ist in der sechsten Auflage des Kinderkonzert "Klassik Junior" im Krippnerhaus der norwegische Komponist Edvard Grieg an der Reihe. Seine Schauspielmusik zu Henrik Ibsens Gedicht "Peer Gynt" ist das wohl berühmteste Werk des Komponisten, die "Morgenstimmung", gehört zu den bekanntesten Stücken überhaupt. 

Kindgerecht kann man die grausame Handlung von Ibsens Gedicht jedoch nicht wirklich nennen. Die Pianistin und Leiterin der Kinderkonzert-Reihe, Yume Hanusch, hat deswegen eine eigene Quintettfassung von "Peer Gynt" arrangiert - passend zum Text von Max Dietrich, der das Abenteuer eines kleinen Jungen namens Peer Gynt spannend erzählt.

Peer schleicht sich vor Sonnenaufgang aus dem Haus, um mit seiner Freundin Anitra die Berge zu erkunden. Dort werden die beiden von Trollen und dem bösen Bergkönig gefangen genommen. Dank einer List gelingt es ihnen, sich zu befreien - am Ende geht zum Glück alles gut aus. Katja Lichtenauer hat eigens für die Inszenierung passende Bilder gestaltet, immer mit der kritischen Unterstützung ihrer eigenen Kinder. Man habe "Hand in Hand" miteinander gearbeitet, erzählt Max Dietrich. Die Geschichte musste an die Musik angepasst werden, die Bilder an die Geschichte und andersherum.

Entstanden ist letztendlich ein rundum gelungenes Gesamtkonzept, "Klassik Junior" ist mehr als nur ein simples Kinderkonzert. Die hochkarätige Besetzung führt die Kinder lautmalerisch durch die Geschichte, kurze Erklärungen durch Max Dietrich helfen den Kindern zusätzlich, die Musikstücke zu verstehen. Als Peer und Anitra den Sonnenaufgang beobachten, können die Kinder in der "Morgenstimmung" einen musikalischen Sonnenaufgang hören:  

Alice Guinet stimmt eine sanfte und verträumte Flötenmelodie an, schließlich "erwacht die Natur ja erst", erklärt Dietrich. Dann greift Marija Hackl mit der Violine das Thema auf, langsam steigen Birgit Saßmannshaus mit dem Violoncello und Yume Hanusch mit dem Flügel ein. Zusammen spielen die Musiker eine kraftvolle Melodie, für die Kinder wird klar: Jetzt ist der Tag ist angebrochen. Dank der Erläuterungen gelingt es leicht, in den Trillern der Flöte Vogelgezwitscher und in den hellen Klaviermelodien das glitzernde Meer zu hören.

Die Geschichte zeigt den Kindern, wie Musik Gefühle darstellen und übermitteln kann. Als Peer und Anitra einsam und traurig in der Höhle der Trolle einschlafen, sorgt eine gedämpfte und melancholische Melodie in Moll für gedrückte Stimmung, die immer wieder einsetzenden hohen Geigenklänge klingen wie Klagen. Kurz zuvor ist Anitra noch zur unbeschwerten leichten Flötenmelodie, über die Wiese getanzt, begleitet vom fröhlichen Staccato des Klaviers und den auf Violine und Violoncello schnell gezupften Tönen. Ganz im Gegensatz dazu steht das Gewitter, das Christine Krebs mit Percussion und das Ensemble später in der Geschichte mit dissonanten und bedrohlichen Klängen musikalisch darstellen.

Einmal dürfen die Kinder in der Erzählung auch selbst gestalterisch aktiv werden. Als Trolle in der Höhle um Peer und Anitra schleichen, sprechen die Kinder das berühmte Bergkönigthema mit. Der Sprechgesang "Tannenzapfen Regenwurm Regenwurm Regenwurm. Tannenzapfen Hagebutte Stachelbeere Frosch" darf dann in Begleitung der Musiker immer lauter und schneller werden, bis das Crescendo seinen gewaltigen Höhepunkt erreicht hat: Rund 150 Kinderstimmen unterstützen die bedrohlichen Stimmung.

Es sei immer toll, wenn die Kinder mit eingebunden werden könnten, so Yume Hanusch. Sie möchte den Kindern die klassische Musik näher bringen, in Zeiten wo das Publikum immer älter und die Konzertsäle immer leerer werden. Die Kinder seien sehr aufnahmebereit und leicht für die Musik zu begeistern, so Hanusch. Es gehe vor allem darum, ihnen die Möglichkeit zu geben, überhaupt klassische Musik zu hören, denn wenn man nicht gerade in einer Kulturstadt wie München wohne, sei der Besuch eines klassischen Konzerts nicht selbstverständlich. Yume Hanusch freut sich deswegen besonders, dass sie von Schulen und Kindergärten viel positive Resonanz erhält: "Wo wir einmal waren, sind wir wieder gefragt."                                                                                             © OVB von Laura Hofner 

OVB - Wasserburger Zeitung, 30.10.2014 

Große Musik für kleine Ohren                                     

Keine Frage, nur wenige Kinder hören klassische Musik. Aus den Kinderzimmern tönt Beyoncé statt Beethoven, Justin Timberlake statt Tschaikowsky und Rihanna statt Ravel.

Bis zur Weihnachtszeit dauert es zwar noch ein bisschen, dennoch brachte das Kinderkonzert mit dem "Nussknacker" schon einen Hauch von Weihnachtsstimmung ins Krippnerhaus in Edling. Doch viel wichtiger ist, dass neben der Vorfreude auf den Heiligen Abend, vor allem die Begeisterung der Grundschüler für klassische Musik geschürt wurde.

Seit fünf Jahren versuchen Yume und Peter Hanusch gemeinsam mit dem Aktionskreis Edling Heimat und Kultur und der Initiative "Klassik im Krippnerhaus" Kindern klassische Konzertmusik, wie die von Vivaldi oder Schumann näher zu bringen.

Deshalb finden jedes Jahr Kinderkonzerte im Krippnerhaus statt. Um den Grundschülern den Zugang zu dieser Art von Musik zu erleichtern, werden Klassikkonzerte ausgewählt, zu denen es Geschichten oder Buchvorlagen gibt. Diese Texte werden dann - genau wie die Musik - kindgerecht aufbereitet und schließlich vorgetragen.

Was im Original meist mehrere Stunden dauert, geht hier in rund 45 Minuten über die Bühne. Bei der Darbietung wird viel Wert auf Verständlichkeit und die Beteiligung der Buben und Mädchen gelegt.

Das Konzept stößt auf großen Zuspruch.  Das Resultat: 1200 Kinder, die den Konzerten innerhalb einer Woche lauschten, rund 300 jeden Tag.

"Als wir vor fünf Jahren angefangen haben, sind nur zwei Schulen zu unseren Konzerten gekommen. Jetzt sind es schon elf", berichtete die Pianistin und künstlerische Leiterin der Konzertreihe Yume Hanusch. "Die Schulen arbeiten gut mit uns zusammen", freute sich Peter Hanusch. Heuer seien unter anderem Kinder aus Pfaffing, Edling, Wasserburg oder Maitenbeth ins Krippnerhaus gekommen. 

In diesem Jahr wurde für die Kinder, passend zum nass-kalten Wetter, die Weihnachtszeit mit dem "Nussknacker" von Peter Tschaikowsky eingeleitet. Als Vorlage für die Geschichte, diente die Erzählung von E.T.A. Hoffmann. Dr. Wolfgang Klein erzählte den aufmerksam zuhörenden Grundschülern von der kleinen Clara, die zu Weihnachten einen Nussknacker geschenkt bekommt. Dieser erwacht zum Leben und kämpft gegen den Mausekönig, den er dann auch mit Claras Hilfe besiegt. Zum Dank nimmt der Nussknacker sie mit in ein Reich voller Süßigkeiten. Als das Mädchen am nächsten Morgen aufwacht, weiß es nicht so recht ob alles nur ein Traum oder doch Wirklichkeit war. 

Zu den Bildern, eigens gemalt von Katja Lichtenauer, wechselten sich der Erzähler und die fünf Musiker des "Klassik-junior-Ensemles" ab. Alice Guinet an der Querflöte, Sebastian Gigglinger an der Klarinette, Birgit Saßmannshaus am Cello, Christine Krebs an der Percussion und Yume Hanusch am Klavier spielten gekürzte Versionen einiger bekannter Stücke aus dem "Nussknacker" und verdeutlichten den Kindern so die Stimmungen in der Geschichte.

Doch die Buben und Mädchen hörten nicht nur zu, sondern machten selbst mit. Zu den Klängen des "russischen Tanzes" wurde rhythmisch geklatscht und gesprochen. Für viel Gelächter sorgten Bilder von tanzenden Schokoladenriegeln und Zuckerstangen. 

"Obwohl ich solche Musik zuhause nicht höre, hat mir das Konzert sehr gut gefallen", erzählte die Fünftklässlerin Elina. Ihre Klassenkameradin Cansu ergänzte: "Vor allem das Klatschen im Rhythmus war super".  Eine Lehrerin der Grundschule Edling urteilte: "Es war fantastisch - tolle Musik". 

Solche Reaktionen bestätigen Yume und Peter Hanusch in ihrem Konzept.  "Die Idee dahinter war, dass Kinder, die zuhause nicht dazu kommen in ein Konzert zu gehen und klassische Musik zu erleben, hier zusammen mit ihrer Schulklasse die Möglichkeit dazu bekommen", erklärte Yume Hanusch. Peter Hanusch fügte hinzu: "Es war uns ein Anliegen, dass jedes Kind Zugang zur klassischen Musik bekommt und die Möglichkeit hat, etwas davon für sich mitzunehmen". 

"Meistens haben wir eine Bilderbuchvorlage nach der wir gehen können", erklärt die Pianistin Yume Hanusch die alljähriche Vorgehensweise. Doch in diesem Jahr sei es komplizierter gewesen, das Konzert vorzubereiten. Denn nicht nur die Noten, die eigentlich für ein Orchester gedacht sind, mussten umgeschrieben, sondern auch die Geschichte des Nussknackers musste verändert werden. Außerdem wurden zum Text passende Bilder gemalt. Das alles habe sehr viel Zeit in Anspruch genommen, so Yume Hanusch. "Zusätzlich zu Beruf und Familienleben bedeutete die Vorbereitung der Konzerte vor allem viel Abend-, Nacht- und Wochenendarbeit", erzählte die Pianistin, die die Noten umgeschrieben hat. Insgesamt habe man ein halbes Jahr auf das Projekt hingearbeitet.

Bei ihren Konzerten haben die Musiker eine interessante Beobachtung gemacht: Während die meisten Kinder der Erzählung aufmerksam lauschen, beginnt mit dem Einsetzen der Musik oftmals das Gemurmel. Zurückzuführen ist dieses Verhalten auf die Tatsache, dass Kinder heute Musik häufig nur als Hintergrundgeräusch kennen, als etwas, dass nebenbei läuft, erklärte Yume Hanusch. 

Doch gerade das Beispiel der Kinderkonzerte im Krippnerhaus zeigt, wie schön es auch für Kinder sein kann, sich voll und ganz auf klassische Musik einzulassen.                          

                                   © OVB von Patricia Hintermayr